Wahl zum 9. Europäischen Parlament im Frühjahr 2019

 

Wir wollen uns an der kommenden EU-Wahl beteiligen.

 

Um zur Wahl zugelassen zu werden, brauchen wir Ihre Unterstützung:

 

Da wir bis jetzt noch nicht in Parlamenten vertreten sind mit mindestens fünf Abgeordneten, müssen wir innerhalb Deutschlands mindestens 4.000 sogenannte "Unterstützungsunterschriften" sammeln. Falls Sie uns helfen wollen, laden Sie bitte das folgende Formular herunter, füllen es aus, unterschreiben es eigenhändig, und senden es uns per Briefpost im Original zu an unsere Bundesgeschäftsstelle. (Die Zusendung per Fax oder E-Mail ist leider aus rechtlichen Gründen nicht zulässig).

Anlage 14 – Unterstützungsunterschrift
zur Zulassung der PARTEI FÜR DIE TIERE zur Wahl des 9. Europäischen Parlaments
EuWO_Anl14_PARTEI_FÜR_DIE_TIERE.pdf
PDF-Dokument [165.5 KB]

Sollte es Schwierigkeiten geben mit der Anzeige der Datei auf Ihrem Rechner (beispielsweise auf Linux-Systemen ohne Acrobat-Reader), können Sie das Formblatt auch als Grafikdatei herunter laden, als PDF oder als Bilddatei. Ein Ausfüllen der eingebetteten Formularfelder am Rechner ist dann jedoch nicht mehr möglich – Sie müssen Ihre Angaben von Hand eintragen.

Formular für die Unterstützungsunterschrift als Grafik in PDF
Anl-14_PfdT_als_Grafik.pdf
PDF-Dokument [192.4 KB]
Formular für die Unterstützungsunterschrift als Bilddatei
Anl-14_PfdT_als_Grafik.png
Portable Network Image Format [277.3 KB]

Sie müssen nur die Felder innerhalb des Rahmens ausfüllen – alles andere wird vom Einwohnermeldeamt eingetragen oder angekreuzt, dem wir Ihre Unter-stützungsunterschrift zur Bestätigung zusenden (sie müssen nicht selbst zur Gemeinde oder Stadt!).

 

Wichtig:

 

Sie dürfen bei jeder Wahl nur eine (Klein-)Partei unterstützen.

 

Bei der nächsten Wahl, beispielsweise zu einem Landtag, oder der Bundestagswahl 2021, oder der EU-Wahl 2024 dürfen Sie auch eine andere Partei unterstützen.

 

Sie müssen die Partei auch nicht unbedingt wählen, die Sie hiermit unterstützen – in unserem Fall bitten wir aber ausdrücklich um Ihre Stimme, wenn wir es schaffen, auf den Wahlzettel zu kommen.

 

Ihre Angaben unterliegen dem Datenschutz. Wir müssen Ihre Formulare beim zuständigen Einwohnermeldeamt bestätigen lassen – anschließend werden sie dem Bundeswahlleiter eingereicht. Andere Stellen bekommen Ihre Angaben nicht zu Gesicht. Die Formulare und die darin enthaltenen Angaben werden nicht anderweitig für Werbung oder sonstige Zwecke eingesetzt.

 

Unser Wahlprogramm finden Sie hier:

Programm der PARTEI FÜR DIE TIERE zur Wahl des 9. Europäischen Parlaments
PfdT_Programm_EU-Wahl_2019.pdf
PDF-Dokument [113.1 KB]

Unser EU-Wahlprogramm als Text:

 

Was wollen wir in Europa –

was wollen wir von Europa?

 

 

Vorab unsere Ziele innerhalb der EU in Stichworten:

 

  1. An den EU-Außengrenzen Zölle auf landwirtschaftliche Importe und Exporte (mögliche Ausnahmen: Produkte, die nicht innerhalb der EU angebaut werden, beispielsweise Kaffee)

  2. radikaler Abbau von Subventionen für die Landwirtschaft, insbesondere für jegliche Nutztierhaltung und Futtermittelanbau – mit Ausnahmen nur für besondere Erschwernisse wie Pflanzenanbau in Berg- oder Randzonen, sowie als Entlohnung bei Landschaftspflege oder Entschädigung für Extensivierung;
    Umstiegshilfen nur für Landwirte, die aus dem System der Tierausbeutung aussteigen wollen und vegane Produkte erzeugen, bevorzugt bio-vegan;

  3. keine MwSt. (0%!) auf vegane Lebensmittel und sonstige vollständig vegane Produkte wie Kleidung, Reinigungsmittel, Kosmetik

  4. solange Tötung von 'Nutztieren' nicht verboten werden kann, soll diese wenigstens möglichst schmerz- und angstfrei erfolgen:

  5. kein Transport zu Schlachthöfen – Tötung auf der Weide bzw. am Hof in mobilen Schlachtboxen

  6. sofern die Betäubung mit Gas erfolgt, darf dies kein CO2 sein, da es Panik durch Erstickung auslöst – geeignet sind Sauerstoff-freie Gase oder Mischungen daraus, wie reiner Stickstoff, Argon, Lachgas

  7. Verbot des Schächtens und des Imports von Produkten geschächteter Tiere (auch der Milch oder der Wolle von Tieren, die im Erzeugungsland später voraussichtlich geschächtet werden)

  8. keine Trennung von Mutter und Kind – auch nicht bei Tieren

  9. kein Lebend-Export von Tieren, die selbst oder deren Nachkommen zur Schlachtung bestimmt sind bzw. deren Schlachtung nicht ausgeschlossen werden kann

  10. kein Import und keine Verwendung des Hormons PMSG von Stuten aus Blutfarmen, z.B. aus Südamerika (betrifft Schweinezucht)

  11. mindestens deutliche Verringerung von Tierversuchen – angefangen bei den besonders sinnlosen und grausamen LD50-Tests;
    Linderung von Schmerzen und Ängsten auf ein Niveau, wie es auch Menschen bei uns zugemutet werden würde – auch wenn dadurch die wissenschaftliche Aussage des Versuchs beeinflusst werden könnte;

    keinerlei Tierversuche mit Affen

  12. vorrangig Persönlichkeitsrechte für Primaten, Delfine und Wale sowie andere Bewusstsein reflektierende Lebewesen wie bestimmte Vogelarten

  13. EU-weites Import- und Exportverbot für Pelze und Leder sowie Produkte, die Pelz und Leder enthalten
    Stopp der Pelztierzucht
    übergangsweise Verwertung von Leder nur von Tieren, die ihres Fleisches wegen getötet wurden

  14. keine Amputation von „unnötigen“ Körperteilen wie Schwänzen, Hörnern, Schnabelspitzen, Abschleifen von Eckzähnen – erst recht nicht ohne Betäubung
    keine Kastration ohne Betäubung

  15. EU-weites Verbot von Tierkämpfen (Stierkampf, …)

  16. kein 'Gülle-Tourismus'
    Gülle – solange noch „Nutztierhaltung“ existiert – darf nur ausgebracht werden auf den Feldern, die zum Gülle-erzeugenden Betrieb gehören
    sofortiger Stopp der Gülleausbringung, wenn Abstand zu Nitratgrenzwerten bei umliegenden Brunnenanlagen kritisch wird

  17. Weidegang für alle 'Nutztiere'

  18. Verbot aller Qualzuchten

  19. kein Klonen von Tieren

  20. kein Vermehren von Tieren mit Gendefekten, beispielsweise unnatürlichem Muskelwachstum (Weißblaue Belgier), die in freier Natur nicht lebensfähig wären und beispielsweise Geburten nur per Kaiserschnitt möglich sind
    kein Import von Produkten solcher Tiere

  21. keine einseitige Züchtung, etwa auf Gewichtszunahme, wenn das Tier dadurch nicht auch gesund alt werden könnte

  22. vorrangig Verringerung der Zucht und Haltung von kleinen Tieren wie Kaninchen und Geflügel – hier werden besonders viele Tierleben geopfert für sehr wenig Fleisch oder sonstiges Tierprodukt, also besonders zahlreiches Leid in Kauf genommen 'pro Tonne Tierprodukt'

  23. kein Aussortieren und Vernichten 'unrentabler' Jungtiere, beispielsweise männliche Kälber, männliche Küken oder schwächere Ferkel

  24. keine MwSt. auf medizinische Produkte oder Dienstleistungen (niemand schluckt Pillen zum Spaß) – dafür staatliche pharmazeutische Forschung ohne Tierversuche

  25. zur Kompensation der Verluste erhöhte Mehrwertsteuer auf alle anderen Produkte und Dienstleistungen, auch auf 'Lebensmittel' vom Tier – das Sojasteak wird preiswerter, das Tierqualprodukt im Vergleich teurer

  26. Vorbildfunktion aller staatlichen Kantinen in den EU-Staaten, vom Kindergarten bis zum Parlament, durch Anbieten veganer Produkte

  27. Schulung von Köchen und Konditoren auf vegane Küche und Backstube, Ermöglichung einer anerkannten Kochausbildung ohne Tierprodukte

  28. drastische Reduzierung der Fischerei, idealerweise auf null – vor allem vor fremden Küsten keinerlei Subventionierung der Fischerei, beispielsweise über Diesel-Verbilligung

  29. politischer und wirtschaftlicher Druck auf Länder außerhalb der EU, die exzessiv fischen oder Meeressäuger und geschützte Tierarten (etwa Delfine oder Schildkröten) fangen oder als Beifang gefährden

  30. EU-weit einheitliches Jagdrecht, mindestens Einschränkung der Hobbyjagd, besser Abschaffung der Hobbyjagd
    „Entnahme“ von Wildtieren nur durch staatliche Wildhüter und Förster

  31. konsequente Verfolgung der Vogeljagd innerhalb der EU
    Druck auf Länder außerhalb der EU, in denen Vogelfang praktiziert wird und sogar legal ist, insbesondere beim Fang von Zugvögeln
    und gefährdeten einheimischen Vogelarten

  32. keine Zur-Schau-Stellung von Tieren in Zirkussen, Delfinarien, Tierschauen

  33. keine künstliche Befruchtung

  34. genügend Raum, um soziales Zusammenleben und Rangordnung innerhalb von Herden zu ermöglichen mit Flucht- und Absonderungsmöglichkeiten für Einzelgänger und unterlegene Tiere

  35. insbesondere keine Kastenstände für Muttersauen!

  36. Fluchtmöglichkeit für Fluchttiere!
    Rinder beispielsweise können sich nur wohl fühlen, wenn sie jederzeit die Möglichkeit haben, nach draußen zu fliehen
    vor Raubtieren, die in ihren Vorstellungen immer noch überall lauern (das gefährliche zweibeinige Raubtier, das den Stall gebaut hat, erkennen sie leider nicht als solches und fassen sogar Vertrauen zu dieser besonders hinterhältigen Kreatur)

  37. Brandschutz- und Evakuierungskonzept für alle Stallungen – bei Bränden kommen oft die Tierbestände elend durch Feuer zu Tode

  38. Forschung an – und, im Falle der Markteinführung, Steuerfreiheit für – In-vitro-Fleisch, vergleichbar zu veganen Produkten, da nicht mit Tierleid verbunden, obgleich tierlichen Ursprungs

  39. Etablierung eines europäischen Tierschutzbeauftragten mit ausreichend Personal, Befugnis und Sanktionsmöglichkeiten zur Kontrolle und Durchsetzung europäischer Tierschutzbestimmungen; dieser Tierschutzbeauftragte muss vorrangig vor wirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Interessen und Instanzen verankert sein und soll regelmäßig dem EU-Parlament berichten

  40. Kennzeichnung von tierlichen Produkten, wenn genmanipuliertes Futter verwendet wurde

  41. Verbot falscher idyllischer Bilder auf Verpackungen von Tierprodukten und in deren Bewerbung – statt dessen realistische Bilder aus Haltung und Schlachtung, ähnlich den abschreckenden Bildern auf Verpackungen von Tabakwaren

 

 

Die Nummerierung dieser Stichpunkte entspricht nicht zwingend ihrer Gewichtung.

 

 

 

Hintergründe, Motive:

 

Was wir grundsätzlich wollen ist klar und geht hervor aus unserem Grundsatzprogramm: Die Etablierung unveräußerlicher Grundrechte für Tiere, angelehnt an die Menschenrechte – soweit sinnvoll übertragbar, angepasst an deren mutmaßlichen Bewusstseinsstufe und Leidensfähigkeit. Denn wer Leid, Schmerz und Angst empfinden kann, dem darf man kein Leid und keinen Schmerz zufügen und keine Angst einjagen – sofern nicht das eigene Überleben unmittelbar davon betroffen ist – etwa in einer Notwehrsituation.

 

Was den Tieren heute angetan wird, vor allem den sog. „Nutztieren“ und den „Labortieren“, wird aus Sicht künftiger Generationen als eines der furchtbarsten und grausamsten Menschheitsverbrechen erkannt werden! Nur vegan ist human! Und nur vegan kann ökologisch sein!

Zu den ethischen Überlegungen aus Sicht des Tierrechts kommt hinzu, dass der Umweg von Nahrung über Tiere eine enorme Verschwendung darstellt. Der Flächenbedarf ist sehr viel größer durch gemischte Kost – verglichen mit veganer Ernährung. Die EU muss Futtermittel importieren, um diese Verschwendung möglich zu machen. Wir kaufen Hungernden in weniger entwickelten Ländern die Nahrung weg – eine menschliche Tragödie! Und wir lassen für den Anbau von Futtermitteln für unser „Vieh“ die letzten Urwälder und Naturflächen „nutzbar“ machen – „nutzbar“ ist hier die Umschreibung für die Vernichtung von Natur und Artenvielfalt. Eine ökologische Katastrophe!

 

Was vielen nicht bewusst ist: Der größte und wirksamste Eingriff des Menschen in die Natur erfolgt nicht über Industrie und Verkehr, sondern über die Erzeugung von Nahrungsmitteln. An Land über die konventionelle intensive Landwirtschaft – denn sie macht die Fläche platt mit Monokulturen, Gülle und Agro-Chemie. Heute ist die Artenvielfalt in Vorstädten größer als auf dem landwirtschaftlich genutzten Land (Ausnahme: Bio-Betriebe). Natürlich verschmutzt auch manche Industrieanlage ihre Umgebung, Straßen zerschneiden die Landschaft und wirken auf manche Arten als fast unüberwindliche Barrieren – nicht gut, aber vom Schaden lokal begrenzt.

Auf See nimmt der Mensch neben Vermüllung und Einleitung von Abwässern massiv Einfluss über die Fischerei – durch Abfischen ganzer Bestände einschließlich Beifang, aber auch durch Aqua-Kulturen, für die ein Mehrfaches an Futterfischen gefangen werden muss.

Die EU hat vor Afrika Fischrechte erworben für unsere eigenen Fangflotten – den Einheimischen in einfachen Holzbooten bleibt nichts mehr, sie können ja Fischkonserven von uns kaufen von Geld, das sie nicht haben. Die Meere sind frei – auch für Freibeuter. Der soziale Aspekt gerade gegenüber weniger entwickelten Ländern wird gern übersehen.

Neben der Fischerei verändert auch Überdüngung aus der Landwirtschaft und Kot aus Aqua-Kulturen die küstennahen Gewässer.

Auf eine Industrieanlage zu schimpfen ist oft berechtigt – vor allem aber ist es einfach: Man muss ja selbst nichts machen, denn man kann ja auch nichts machen gegen die Übermacht der Wirtschaft. Die Ernährung – der größte Fußabdruck auf die Ökologie – könnte jeder von uns sehr wohl optimieren durch vegane Lebensweise. Dafür müsste man aber an den eigenen Gewohnheiten etwas ändern, nicht nur schimpfen auf Konzernbosse. Vegane Lebensweise ergibt den geringst möglichen Einfluss auf die Natur, ist die effizienteste Form, bedeutet den geringsten Flächenbedarf für die Ernährung eines Menschen, lässt der Natur den meisten Platz – denn Platz braucht die Natur mehr als alles andere. Und voraussichtlich wächst die Weltbevölkerung noch etwas weiter – Peak-Oil und Peak-Mensch sind beide noch nicht erreicht.

 

Gleichzeitig zu unseren Futtermittel-Importen exportieren wir 'Abfallprodukte' in weniger entwickelte Länder. Damit ist nicht nur der Elektronikschrott und Kunststoffmüll gemeint – es sind auch Schlachtabfälle, die bei uns nicht vermarktbar sind, und es sind sogar lebende Tiere, etwa erschöpfte, ausgemergelte Milchkühe, deren zähes Fleisch der europäische Feinschmecker verschmäht, und die dann über tausende von Kilometern zu Land und sogar zur See in ferne Länder exportiert werden. Die Tiere, die die Tortur des Transports überleben, erwartet im Ankunftsland oft eine noch grausamere Behandlung. Sie werden in manchen Regionen der Welt aus völlig überholten religiösen Motiven geschächtet – eine bestialische Tötungsmethode!

 

Der Grund für das Schächten liegt in der religiösen Vorschrift, kein Blut zu sich nehmen zu dürfen. Als diese religiöse Regel erstellt wurde, glaubte man, das Tier müsse bei Bewusstsein sein, um vollständig auszubluten. Das ist falsch:

  • Solange der Kreislauf arbeitet, ist kein Unterschied im Ausbluten zwischen bewusst und betäubt. Nur darf die Betäubung nicht so „gründlich“ sein, dass sie schon zum Herzstillstand führt.

  • Geschächtete Tiere bluten real oft weniger vollständig aus als betäubte Tiere! Somit bewirkt die religiöse Regel das Gegenteil der ursprünglichen Absicht! Denn der Schnitt öffnet nicht nur die Halsschlagadern, sondern führt völlig unnötig und qualvoll auch durch die Kehle. Der Tod tritt deshalb häufig nicht durch den Blutverlust ein, sondern dadurch, dass das Blut über die aufgeschnittene Kehle in die Lunge läuft und das Tier qualvoll am eigenen Blut ertrinkt. Dabei kommt es zum Stillstand des Kreislaufs, bevor so viel Blut heraus gepumpt wird wie bei einer Schlachtung mit Betäubung und ohne Durchtrennen der Kehle / der Luftröhre.

  • Vollständiges Ausbluten ist ohnehin unmöglich – in den Kapillargefäßen bleibt immer Blut zurück, wie man heute weiß. Nur sind diese Kapillargefäße so dünn, dass das Blut darin mit bloßem Auge nicht zu sehen ist.

=> Wer eine Religion ernst nimmt, die Schächten fordert bzw. die Aufnahme von Blut verbietet, darf keinerlei Fleisch zu sich nehmen! Somit kann und muss Schächten innerhalb der EU vollständig verboten werden, ebenso der Import von Fleisch aus Schächtung!

 

 

Wir müssen als Europäer aber auch vor der eigenen Türe kehren. Wir steuern zu auf ein Europa der minimalen Standards, wo in einigen Mitgliedsstaaten Stierkampf als nationales „Kulturgut“ gilt, wo grausame und grob artwidrige Haltung von sog. 'Nutztieren' nicht nur akzeptierter Normalfall ist, sondern Tierqual auf vielen Ebenen auch noch massiv subventioniert wird!

 

Die Wegnahme des Kindes ist das Schlimmste, was man einer Mutter antun kann – auch einer Tiermutter. Und die Trennung von der Mutter ist auch das Schlimmste für das Kind – nicht nur für Kälber, die nach ihren Müttern schreien, sondern auch für Küken, die in einem Brutschrank schlüpfen ohne Henne, die sie unter ihre Fittiche nimmt. Hier werden grundlegende seelische Bedürfnisse hoch entwickelter Tierarten grob verletzt!

 

Wenn Schweine sich gegenseitig die Schwänze abbeißen, so heißt das nicht, dass die Schwänze beim Ferkel entfernt werden sollten – sondern es beweist, dass die Tiere zu eng aufeinander sitzen und zu wenig Beschäftigungsmöglichkeiten haben, also nicht 'artgerecht' gehalten werden!

 

Solange ein Verbot der Züchtung von 'Nutz'- und 'Labor'-Tieren nicht durchsetzbar ist, müssen wenigstens deren Lebens- und Todes-Bedingungen EU-weit möglichst 'artgerecht' gestaltet werden – wohl wissend, dass nur die Freiheit 'artgerecht' sein kann. Bei Betäubung durch Gas darf kein CO2 eingesetzt werden! Dies führt zu Panik durch das Gefühl des Erstickens. Sauerstoff-freie Gase ohne CO2 (reiner Stickstoff, Argon, oder auch Mischungen daraus mit Lachgas) verursachen kein Erstickungsgefühl – das Tier wird ohnmächtig, ohne etwas zu spüren (geht auch uns Menschen so, falls wir solche Gase einatmen).

 

Es fällt uns nicht leicht, Tötungsmethoden zu empfehlen – wir sehen darin Mord an Tieren. Solange aber die gewaltsame Tötung von Tieren aus niederen Motiven gesellschaftlich akzeptiert ist – wogegen anzuarbeiten erste Pflicht sein muss soll wenigstens das Ende ohne Schrecken sein.

 

Schweine und manche Geflügel sind heute so stark auf Gewichtszunahme gezüchtet, dass ausgewachsen ihre Knochen brechen unter der Last des Körpers – sie müssen schon im Kindesalter geschlachtet werden. Wie kann das 'artgerecht' sein?

 

Gewinnung von Samen und künstliche Befruchtung sind sexuelle Handlungen, die ein Mensch an einem Tier vornimmt. Neben der Perversion, die darin steckt und an die sich die Öffentlichkeit gewöhnt zu haben scheint, ist dies niemals 'artgerecht' und zudem entwürdigend für Tier und Mensch!

 

Bei einem Einzug ins EU-Parlament würden wir versuchen, mit sinnvollen Ansätzen öffentliche Wirkung zu erzielen. Steter Tropfen höhlt den Stein. Wir müssen den Polit-Metzgern 'ein Angebot machen, dass sie nicht ablehnen können'.

 

Wir würden im EU-Parlament Initiativen starten zu tierfreundlichen Verbesserungen (die meist auch menschenfreundlich und ökologisch sinnvoll sind).

 

Ein wichtiger Ansatz wäre, die Subventionierung der Landwirtschaft abzubauen und gleichzeitig den innereuropäischen Markt für landwirtschaftliche Produkte zu schützen über wirksame Zölle ('wirksam' meint nicht 5% auf importiertes Getreide oder Soja, sondern 50 oder 100%).

 

Kauft ein Verbraucher einen Liter Kuhmilch und einen Liter Sojamilch (Pardon – Sojadrink), so kostet die Sojamilch meist doppelt so viel. Dabei steckt in der Kuhmilch eher doppelt so viel Soja als in der Sojamilch – indirekt, über das Kraftfutter. Heutige Milchkühe in konventioneller Haltung nehmen durchschnittlich nur mehr ein Drittel ihrer Nahrung als Grün- und Raufutter (Gras, Heu) zu sich – zwei Drittel sind Kraftfutter, eiweiß- und fetthaltig, sonst könnte der Organismus der Kuh die unnatürlich hohe Milchleistung gar nicht erbringen. Ein Kalb braucht nur 6-8 Liter Milch, mit abnehmender Tendenz durch den zunehmenden Verzehr von Grün- und Raufutter – sofern es ihm angeboten wird und nicht durch eisenarme Ernährung, die zudem ungesund und unnatürlich ist, besonders weißes Kalbfleisch erzeugt werden soll. Durch ständige Überzüchtung liefern manche Kühe heute über 50 Liter Milch am Tag – trotzdem bekommt das Kalb nach der Erstmilch, dem 'Kolostrum', nichts mehr von der eigenen Mutter. Vermutlich haben die Kühe auch ständig Bauchweh oder Unwohlsein, denn ihr Organismus ist ausgelegt auf Grün- und Raufutter, das sie selbst abgrasen. Die Überzüchtung auf extreme Milchleistung („Turbo-Kuh“) hat außerdem zur Folge, dass Milchkühe heute nur noch durchschnittlich 2,7 Laktationsphasen erleben (besser: durchleiden) – dann sind sie so ausgemergelt, dass sie unrentabel sind und entsorgt werden. Die, die besonderes Pech haben, werden lebend exportiert und vielleicht sogar geschächtet.

 

Aber wie kann die Sojamilch teurer sein, wenn in der Kuhmilch doppelt so viel Soja als Futter steckt, die Gesamtfuttermenge sogar viermal so hoch ist als der Nährwert der Milch? Bei sog. „artgerechter“ Tierhaltung mit Auslauf, weniger Überzüchtung und Futter von der Wiese ist zudem der Faktor 4 an Verschwendung nicht mehr haltbar, er wird nochmals deutlich höher – deshalb macht man das ja mit Turbokuh und kaum Bewegung! Wie also kann die Sojamilch teurer sein, wenn außerdem auch noch der Aufwand des Tierhalters bezahlt werden muss? Die Verarbeitungsschritte sind nicht so verschieden – Soja beispielsweise (ähnlich die 'Milch' aus Mandeln, Getreide, Lupinen ...) muss zusätzlich nur eingeweicht, püriert und Schalenbestandteile abgefiltert werden.

 

Zum einen liegt das daran, dass Sojamilch (und andere Pflanzenmilch) meist über die Bio-Schiene erzeugt und vermarktet wird. Also kein genmanipuliertes Soja aus Argentinien, wo die ländliche Bevölkerung zunehmend erkrankt durch den massiven Einsatz von Agro-Chemie – statt dessen biologisch angebautes Soja aus Kalifornien, Südfrankreich oder sogar Bayern. Und dann die kleineren Mengen (bis jetzt) – weniger rationell, und Vertriebskanäle vorwiegend über Bioläden und Reformhäuser (zunehmend aber auch Supermärkte und sogar Discounter).

 

Zum anderen liegt der niedrige Preis der Tier(qual)milch auch daran, dass bestimmte Artikel wie (Kuh-)Milch und Butter mit Kampfpreisen kalkuliert werden, praktisch ohne Handelsspanne – um Kunden ins Geschäft zu locken, die dann aber auch noch andere Waren mit rentabler Kalkulation dort kaufen – z.B. die Packung Sojamilch für das laktoseintolerante oder vegan lebende Familienmitglied.

 

Der Hauptgrund dafür, dass die aufwändig und verlustreich erzeugte Kuhmilch billiger ist als das pflanzliche Produkt findet sich jedoch in den extremen Subventionen, die vorwiegend den Tierqualprodukten zugute kommen. Im Durchschnitt erwirtschaftet ein deutscher Landwirt weniger als die Hälfte seines Einkommens durch den Verkauf seiner Produkte – mehr als die Hälfte erhält er durch Subventionen aus verschiedenen Töpfen, vor allem aus der EU. Konsequenterweise müsste man den Begriff „Landwirtschaft“ umbenennen in „Subventionswirtschaft“.

 

 

Natürlich ist Landwirtschaft extrem wichtig! Die Erzeugung pflanzlicher Grundnahrungsmittel ist überhaupt die wichtigste Aufgabe auf diesem Planeten! Bauern und Gärtner ernähren uns! Deshalb dürfen wir nicht zulassen, dass unsere eigene Landwirtschaft untergeht durch Import billiger Nahrungsmittel von überall her. Im Krisenfall würden diese Importe zum Erliegen kommen und Europa würde zum Hungergebiet. Wir müssen unseren Markt und unsere eigene Erzeugung pflanzlicher Grundnahrungsmittel schützen durch wirksame Zölle. Und wir müssen weniger entwickelte Staaten schützen vor unseren Exporten! Daher auch die Forderung, eigene Exporte landwirtschaftlicher Produkte durch Exportzölle zu verringern (statt wie bisher durch Zuschüsse zu fördern). Dann können wir Subventionen zügig abbauen und auf marktwirtschaftliche Regeln innerhalb vertrauen. Dauerhafte Zuschüsse dürfen nur noch gewährt werden für besonders benachteiligte Regionen – etwa Bergbauern ohne Viehwirtschaft, oder zur Pflege der Landschaft bei extensiver Bewirtschaftung. Zeitlich begrenzte Zuschüsse sind sinnvoll und notwendig in einer Umstellungsphase, weg von der Tierhaltung (Sinn verdrehend bezeichnet als „Veredelung“), hin zu veganen Produkten, besonders zur bio-veganen Bewirtschaftung.

 

Der Landwirt, der getrieben durch falsche Beratung in riesige Stallungen und Melkroboter (fehl-)investiert hat und hoch verschuldet ist, kommt alleine nicht mehr heraus aus diesem System eines Menschen-, Tier- und Natur-verachtenden industrialisierten Irrsinns – anders lässt sich die heutige Agro-Industrie, besonders bei 'Nahrungsmitteln' vom Tier, nicht beschreiben.

 

 

 

 

 

 

Dieses Programm wurde beschlossen auf dem dritten Bundesparteitag der

 

PARTEI FÜR DIE TIERE DEUTSCHLAND,

Kurzbezeichnung: PARTEI FÜR DIE TIERE

 

am 22. April 2018 in Neunkirchen am Sand OT Speikern

für die Teilnahme an der Wahl zum EU-Parlament im Frühjahr 2019

 

 

 

Herausgeber:

 

PARTEI FÜR DIE TIERE DEUTSCHLAND,

vertreten durch den Bundesvorstand

 

 

 

https://www.partei-fuer-die-tiere.de/

kontakt@partei-fuer-die-tiere.de

 

 

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